Bader, Paul

 

* 20. Juli 1883, Lahr

† 28. Februar 1971, Emmendingen

 

Paul Bader trat am 1. Oktober 1903 als Fahnenjunker in die Königlich Preußische Armee ein. Er kam dabei zum 4. Badisches Feldartillerie-Regiment Nr. 66. Am 19. Februar 1905 wurde er in diesem Regiment zum Fähnrich befördert. Am 21. Mai 1906 wurde er im 4. Badisches Feldartillerie-Regiment Nr. 66 auch zum Leutnant befördert. Im Herbst 1912 wurde er dann zum Feldartillerie-Regiment Nr. 80 versetzt. Dort wurde er am 20. November 1913 zum Oberleutnant befördert. Mit diesem Regiment zog er dann bei Beginn des 1. Weltkrieges an die Front. Dort wurde er am 18. April 1915 zum Hauptmann befördert. Im Herbst 1915 wurde er dann zum Adjutant der 39. Feldartillerie-Brigade ernannt. Im Sommer 1918 wurde er dann zum General der Artillerie 11 als Adjutant versetzt. Im Krieg wurden ihm beide Eiserne Kreuze verliehen. Außerdem erhielt er noch weitere Auszeichnungen. Nach dem 1. Weltkrieg wechselte er anfangs zum 3. Ober-Elsässisches Feldartillerie-Regiment Nr. 80 zurück. Dann wurde er im Frühjahr 1919 zum Chef einer Freiwilligen-Batterie vom 4. Badisches Feldartillerie-Regiment Nr. 66 ernannt. Dann wurde er in das Reichsheer übernommen, wo er anfangs Batteriechef im Reichswehr-Artillerie-Regiment 13 wurde. Auch beim 200.000 Mann-Übergangsheer im Frühjahr 1920 wurde er noch dort verwendet. Bei der Übernahme in das 100.000 Mann-Heer der Reichswehr wurde er bei einem Abteilungsstab vom 5. Artillerie-Regiment eingesetzt. Später wurde er zum Chef der 6. (Badische) Batterie vom 5. Artillerie-Regiment in Ulm ernannt. Als solcher wurde er am 1. Dezember 1925 zum Major befördert. Im Frühjahr 1927 wurde er dann beim Stab der 3. Kavallerie-Division in Weimar eingesetzt. Im Frühjahr 1928 war er dann wieder Chef der 6. Batterie vom 5. Artillerie-Regiment. Am 1. Oktober 1928 wurde er dann in das Reichswehrministerium (RWM) nach Berlin versetzt. Er kam dort zur Inspektion der Artillerie (In 4). Dort wurde er am 1. April 1930 zum Oberstleutnant befördert. Ab Februar 1931 wurde er dann zum Stab des 6. Artillerie-Regiment nach Minden versetzt. Am 1. Juni 1931 wurde er dann zum Kommandeur der I. Abteilung vom 6. Artillerie-Regiment in Münster ernannt. Am 1. Februar 1933 wurde er zum Oberst befördert. Als solcher wurde er zum Kommandeur des 5. Artillerie-Regiment ernannt. Bei der Erweiterung der Reichswehr zur Wehrmacht wurde er am 1. Oktober 1934 zum Kommandeur vom Artillerie-Regiment Ludwigsburg ernannt. Am 15. Oktober 1935 gab er sein Kommando ab. Dafür wurde er dann am gleichen Tag zum Artillerie-Kommandeur 2 (Arko 2) in Stettin ernannt. Als solcher wurde er am 1. Dezember 1935 zum Generalmajor befördert. Am 1. April 1937 gab er dieses Kommando ab und wurde zum Kommandeur der 2. Infanterie-Division ernannt. Zuerst war er dann im Herbst 1937 für die Umrüstung der Division zur 2. Infanterie-Division (motorisiert) zuständig. Am 1. Januar 1938 wurde er zum Generalleutnant befördert. Er führte die Division bei Ausbruch des 2. Weltkrieg zuerst im Polenfeldzug in den Kampf. Danach führte er die Division im Westfeldzug. Vor der Umrüstung der Division zur 12. Panzer-Division gab er am 1. Oktober 1940 sein Kommando ab. Am gleichen Tag übernahm er das Kommando über die 3. Infanterie-Division (motorisiert). Ihm wurden beide Spangen zu seinen Eisernen Kreuzen verliehen. Am 25. Mai 1941 gab er sein Kommando ab. Er übernahm dafür als Kommandeur das Höhere Kommando LXV. Am 1. Juli 1941 wurde er zum General der Artillerie befördert. Dadurch wurde er ab Juli 1941 gleichzeitig zum Bevollmächtigter Kommandierender General in Serbien. Im März 1942 wurde er dann zum Kommandierender General und Befehlshaber in Serbien ernannt. Am 29. Januar 1943 wurde er mit dem Deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet. Am 25. August 1943 übernahm er als Kommandierender General das Generalkommando XXI. Gebirgs-Armeekorps. Am 10. Oktober 1943 musste er sein Kommando über das Korps an General der Panzertruppe Gustav Fehn abgeben und in die Führerreserve versetzt. Am 31. März 1944 wurde er in den Ruhestand versetzt.