Seiler, Reinhard

 

* 30. August 1909, Rawitsch / Posen + 4. Oktober 1989, Grafengehaig / Bayern  

 

Reinhard Seiler trat 1935 in die Luftwaffe ein, wo er zum Jagdflieger ausgebildet wurde. In den Jahren 1938/39 flog er bei der Legion Condor in Spanien und war bei Kriegsbeginn Flugzeugführer in der I. Gruppe des Jagdgeschwaders 54. Am 15. Dezember 1939 wurde er Kapitän der 1. Staffel. Am 10. Januar 1940 konnte er an der Westfront seinen ersten Luftsieg erringen, am 1. Dezember 1940 wurde er zum Hauptmann befördert. Ab Juni 1941 flog er Einsätze über Rußland, wo er am 30. September 1941 Kommandeur der III. Gruppe wurde. Am 15. Oktober 1941 wurde er mit dem deutschen Kreuz in Gold ausgezeichnet, am 20. Dezember 1941 nach 42 Luftsiegen mit dem Ritterkreuz. Am 1. März 1943 folgte die Beförderung zum Major, am 1. Mai 1943 übernahm er die I. Gruppe. Am 6. Juli 1943 errang er bei Orel seinen 100. Luftsieg, wobei er er aber selbst schwer verwundet wurde. Am 2. März 1944 wurde er mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Nach seiner schweren Verwundung war er Front-untauglich und wurde Kommodore des Jagd-Geschwaders 104, einem Schul-Geschwader. Bis Kriegsende hatte er insgesamt 109 Luftsiege errungen, 9 davon in Spanien.

Ritterkreuz (20. Dezember 1941) Eichenlaub (2. März 1944)